01.03.2007 Usinger Anzeiger - Markt-Öffnungszeiten von der Stadt gekürzt
Von Tatjana Seibt
Usingen - Mit einigen im Plan bereits enthaltenen Änderungen hat der Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung den Bebauungsplan „Auf der Riedwiese“ sowie „Auf dem Bubenstück“ einen Schritt weiter gebracht, so dass er, sollte die Stadtverordnetenversammlung dem Beschluss folgen, offen gelegt werden kann. Das bedeutet, dass Bürger und Behörden zu dem Plan ihre Anregungen und Einwände binnen einer vorgegebenen Frist vorbringen können. Danach geht’s für die Stadt vor der Sommerpause ans Abwägen und eventuell an die Überarbeitung des Planes. Doch wie sehen die Änderungen aus? Damit die Eigentümer der südlichen Baugrundstücke auch zu ihren Grundstücken kommen, wird aus dem 4,50 Meter breiten Feldweg ein 5,50 Meter breiter Feldweg. Zudem dürfen nur noch Häuser mit zwei Geschossen im westlichen, drei Geschossen im östlichen Teil an der Straße. Zudem soll es eine Höhenbegrenzung geben, die sich an bestimmten Fixpunkten orientiert. Dadurch, dass die Grundstücke am Hang liegen, sei es wichtig, einen Bezugspunkt anzugeben, denn sonst würden die Bauten unterschiedlich hoch, erklärte Bürgermeister Matthias Drexelius (CDU). Im Übergang zwischen Aue und Neubauten sollen außerdem einige schützenswerte Bäume bestehen bleiben.

Einen deutlichen Schritt weiter ist die Stadt hingegen mit dem B-Plan „Auf dem Bubenstück“, das Gelände, auf dem sich der bestehende Rewe-Markt in der Weilburger Straße vergrößern möchte. Und auch für die Anwohner gibt es, gerade im Hinblick der neuen Ladenöffnungszeiten, gute Nachrichten, so Drexelius. Hat der Markt durch die neuen Öffnungszeiten nun bis 22 Uhr auf, darf er nach dem Umbau lediglich noch bis 21.30 Uhr öffnen. „Jeder weiß doch, dass der Laden zwar um 22 Uhr schließt, doch dann wird immer noch darin gearbeitet“, so der Rathauschef.

Mit den geänderten Öffnungszeiten soll die Nachtruhe der Anwohner geschützt werden. Dass die Lkw-Fahrer künftig zur Anlieferung auf der Weilburger Straße drehen, müsse auch niemand befürchten, antwortete Drexelius auf Nachfrage von Susanne Weinreich (Grüne). Die Parkplatz- und Flächenkonzeption sei so, dass die Zulieferer auf das Gelände fahren, dort drehen und rückwärts an die Laderampe können. „Die Einwände der Anwohner haben wir in allen Punkten ernst genommen“, sagte Drexelius. Einstimmig hob der VBS daher die Hand für den B-Plan am Bubenstück und beschloss den Plan auch gleichzeitig als Satzung.

Ein ganz anderes Neubau-Thema ist derzeit die Klinik in Usingen. Und an dieser Stelle schickte Drexelius auch schon mal einen schönen Gruß nach Weilrod und insbesondere an Dr. Stephan Wetzel (SPD). „Wir sind nicht Bad Homburg“, spielte der Bürgermeister auf das fortwährende Tauziehen um einen neuen Klinikstandort an. „Der vorgesehene Standort ist gut und sinnvoll“, führte Drexelius aus und er bleibe in Usingen. Die Planer hätten die Klinik in Usingen genau unter die Lupe genommen und seien auf drei Varianten gekommen, wie das Krankenhaus sinnvoll saniert werden müsste, um zukunftstauglich zu sein. Doch die Kosten für die Sanierung würden einen Neubau an der Weilburger Straße definitiv überschreiten.

„Portalklinik bedeutet auch nicht, dass die Leute durch den Eingang kommen und dann via tatütata nach Bad Homburg gebracht werden“, verdeutlichte Drexelius. Vielmehr gehe es um sinnvolle und notwendige Ergänzungen der beiden Kliniken. Für den Kreis möchte die Stadt zudem schon einmal die Gespräche mit den Grundstückseigentümern aufnehmen, damit dieser dann zügig die Ankaufsverträge schließen kann. Mehr Informationen gibt es schließlich am 15. Mai seitens des Kreises in einer großen Informationsveranstaltung.

Neue Informationen gab's auch von Terramag, wie das Rathausoberhaupt berichtete. Die Firma, die Schleichenbach II vermarkten soll, hat mit den Grundstückseigentümern verhandelt und bereitet nun den Umlegungsplan vor, der im März vorgestellt werden soll.

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