26.05.2008 Usinger Anzeiger - Drexelius: Bauantrag stellen und loslegen
Bunter Aktionstag im Baugebiet "Schleichenbach II - Besucher nutzten Möglichkeit zur Information - Viel Spaß für Kinder
USINGEN (dh) - Drei Schnitte, durchgeführt von Bürgermeister Matthias Drexelius sowie Herbert Müller und Ralf Trollman von der TerraMag GmbH, und das blau-gelbe Band war gefallen. Damit war der kleine Festakt beendet, mit dem das Baugebiet Schleichenbach II symbolisch wieder in die Hände der Eigentümer zurückgegeben, oder in die die der künftigen Bauherrn gelegt wurde. Mit dem ersten Spatenstich am 5. Juli 2007 war die Erschließungsmaßnahme für das Baugebiet mit 210 Bauplätzen gestartet worden. Das Motto "Schöner Wohnen in Schleichenbach II" begleitet die Baumaßnahme mit einer langjährigen Entwicklung von Acker- zu Bauland. Eine Entwicklung, die viele Grundstücksbesitzer, aber auch Politiker nicht mehr für möglich hielten. "Das Schönste an diesem Baugebiet ist der Blick nach Neu-Anspach" MdL Holger Bellino, wohnhaft in Neu-Anspach. Daher bedankte sich Ralf Trollmann, Geschäftsführer der TerraMag GmbH, bei den vielen Mitwirkenden, insbesondere bei der Usinger Politik, die sein Unternehmen für Bodenmanagement "so herzlich in dieser schönen Stadt aufgenommen, und den Einstieg in das Projekt so positiv begleitet haben." Zehn Monate, so Trollmann, haben Baufahrzeuge, in erster Linie Bagger, das 1,7 Hektar große Gelände in Beschlag genommen, um die Erschließungsmaßnahme durchzuführen. Bereits jetzt könne man das Baugebiet symbolisch in die Hände der Eigentümer zurückgeben.

Bürgermeister Matthias Drexelius freute sich darüber, das so viele Menschen schon zu Beginn des Aktionstages gekommen waren. "Wenn man sich umschaut, glaubt man, hier werde eine kleine Gewerbeschau veranstaltet", meinte Drexelius mit Blick auf die vielen Stände der Baufirmen, Handwerker, Baufinanzierer und Umweltorganisationen. Der Bürgermeister bedankte sich bei den mehr als 30 Ausstellern, die an diesem verlängerten Wochenende durch ihre Präsentation den Aktionstag, auch Erschließungsfest genannt, unterstützten. Seinen Dank richtete Drexelius auch an die Fördervereine der Astrid-Lindgren- und Christian-Wirth-Schule sowie an den Abi-Ausschuss der CWS, die zu "volkstümlichen Preisen" für das leibliche Wohl der Besucher sorgten. Die Kosten für Speis und Trank haben die Veranstalter des Aktionstages übernommen, so dass die Fördervereine das verdiente Geld auch behalten können. "Ganz toll" fand Drexelius, dass die Woche der Sonne, die vor einer Woche in Neu-Ans-pach gestartet wurde, bei diesem sonnigen Wetter in Usingen ihren Abschluss gefunden habe. Dass die Sonne vom Himmel lacht, sei kein Wunder, schließlich sei das Usinger Land die niederschlagsärmste Region in Hessen. Dann forderte der Bürgermeister Bauherren und Interessenten auf, den Bauantrag zu stellen und loszulegen. Zum Schluss wies er noch auf die neue Broschüre "Bauen - Wohnen Leben in Usingen" hin, die in Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Usinger Anzeiger erstellt wurde und jedem Interessenten Wissenswertes über Usingen und das Baugebiet Schleichenbach II vermittelt.

Dankesworte für die Unterstützung in Richtung Rathaus wollte Thomas Müller von der TerraMag loswerden. Besonderer Dank gehe an Ersten Stadtrat Gerhard Liese und an Bürgermeister Matthias Drexelius, der an jeder Projektbesprechung teilgenommen habe. Nur mit der großartigen Unterstützung der Politik sei das Projekt Schleichenbach II möglich geworden. Aktiv mitgewirkt habe auch das Bauamt. Für die gute Zusammenarbeit gehe sein Dank an Suat Bischoff und Joachim Saltenberger sowie an Petra Reuter von der Wirtschaftsförderung. Müller dankte auch den zahlreichen Ingenieurbüros und der bauausführenden Firma Bickhardt, die den ambitionierten Zeitplan noch unterschritten habe. Sechs Millionen Euro seien in diese Erschließungsmaßnahme investiert worden. Jetzt werde man das Baufeld so weit vorbereiten, dass die Bauherren Ende Juni zur Tat schreiten können, kündigte Müller an. Der Bürgermeister sollte sich nicht wundern, wenn einige der auf der Baustelle arbeitenden Menschen hier ein Grundstück erwerben, und zur Usinger Bevölkerung zählen werden, denn einmalig sei von hier der Blick zum Feldberg und man sei auch überzeugt von der Lebensqualität dieser außergewöhnlichen Stadt, so Thomas Müller. Den Besuchern wurde viel Information geboten, dafür standen Umweltorganisationen, Baufinanzierer, Baufirmen und Handwerksbetriebe zur Verfügung. Für die Kinder hatte man sich umfangreiche Spielaktivitäten einfallen lassen und das ausgebildete Personal des Abenteuerspielplatzes Riederwald engagiert. Die jungen Besucher konnten sogar ein Haus unter fachmännischer Anleitung bauen. Am Autokran der Firma Feustel herrschte ständig Andrang, denn viele Besucher wollten das Baugebiet aus luftiger Höhe betrachten. Der Korb wurde in eine Höhe von 36 Metern ausgefahren. Viele richteten ihre Blicke nicht nur auf das Baugebiet, sondern auch auf die Häuser von Usingen. Nicht wenige von ihnen werden bald Usinger Bürger sein.

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